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Kollaborative Rekrutierung: 9 Vorteile erklärt

Traditionell sind sowohl die Rekrutierung als auch die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Top-down-Prozesse, bei denen die leitende Führungskraft die endgültige Entscheidung trifft. 

In den letzten Jahren haben sich die Rekrutierungsprozesse jedoch zu einem stärker kollaborativen Modell hin verlagert. Die kollaborative Rekrutierung ist die neue Art der Rekrutierung

In diesem Artikel stellen wir dir 9 Vorteile der kollaborativen Rekrutierung vor, von denen dein Unternehmen direkt profitieren kann. 

Doch zuerst klären wir, was man genau unter dem Begriff der kollaborativen Rekrutierung verstehen kann. 

Was ist die kollaborative Rekrutierung?

Die kollaborative Rekrutierung ist eine teambasierte Einstellungsmethode, die den Rekrutierungsprozess strukturiert, um Angestellte aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens stärker einzubeziehen. Sie umfasst in der Regel einen mehrstufigen Interviewprozess, der es den Bewerberinnen und Bewerbern ermöglicht, mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenzulernen. 

Die kollaborative Rekrutierung ist gerade im Interviewprozess wichtig. Aber auch in der Auswahl-, Bewertungs- und schließlich auch in die Auswahlphase spielt sie eine wichtige Rolle.

9 Gründe, die für kollaborative Rekrutierung sprechen

Kollaboratives Recruitment kann aufgrund der unterschiedlichen Teamdynamiken von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich aussehen. Wenn man die kollaborative Rekrutierung zur Standardpraxis macht, ergeben sich folgende Vorteile:

1. Weniger Stress für den Recruiter

In der traditionellen Rekrutierung sind meist die Recruiter für alle Aufgaben innerhalb des Rekrutierungsprozesses verantwortlich. In Unternehmen, die kollaborativ rekrutieren, werden die Einstellungsprozesse zu einem Teamsport. 

Durch die Beteiligung mehrere Personen im Einstellungsprozess, werden Recruiter entlastet und Aufgaben auf alle Teammitglieder gleichermaßen verteilt. 

Bei der kollaborativen Rekrutierung übernimmt der Recruiter eher die Rolle eines Koordinators. Während die Recruiter nach wie vor die meisten Bewerbungsgespräche führen und nach Talenten suchen, helfen die Teammitglieder bei vielen Aufgaben, wie zum Beispiel bei der Bewertung und beim Screening der Lebensläufe mit. 

Das bedeutet, dass die Rekrutierung in die Verantwortung des Teams und nicht nur in die des Recruiters fällt.

2. Bessere Chancen für die kulturelle Eignung von Kandidatinnen und Kandidaten

Es gibt keine perfekte Gleichung, um eine kulturelle Übereinstimmung zu erkennen – jedes Teammitglied hat seine eigene Vorstellung von der Unternehmenskultur. Fest steht jedoch, dass je mehr Teammitglieder an der Beurteilung der Kandidatinnen und Kandidaten beteiligt sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass man einen vollständigen Eindruck von der kulturellen Übereinstimmung erhält. 

Denn, eine kulturelle Eignung kann nicht festgestellt werden, wenn nur eine Person die Kandidatin oder den Kandidaten bewertet. Jedes Teammitglied wird die Kandidatin oder den Kandidaten aus seiner eigenen Wahrnehmung heraus beurteilen.

3. Verbesserte Candidate Experience

Eine mangelnde Vorbereitung auf Interviews kann enthusiastische Kandidatinnen und Kandidaten entmutigen. 

In der kollaborativen Rekrutierung wird die Verantwortung für Vorstellungsgespräche, die Beurteilung und Bewertung der Kandidatinnen und Kandidaten geteilt. An einem Bewerbungsgespräch wird mehr als nur eine Person beteiligt ist. Dadurch wird Zeit frei, um Teile des Vorstellungsgesprächs vorzubereiten und die Aufgaben zur Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs zu teilen. 

Darüber hinaus ermöglicht die kollaborative Rekrutierung mehr Teammitgliedern, die Kandidatinnen und Kandidaten kennenzulernen. Dies ist eine tolle Gelegenheit für sie, ihre Erfahrungen aus der Arbeit in dem Unternehmen mit der Bewerberin oder dem Bewerber zu teilen. Dies kann den Kandidatinnen und Kandidaten helfen, ihre eigenen Erwartungen anzupassen. 

4. Weiterempfehlungen ermöglichen

Wenn sie richtig gehandhabt werden, können Mitarbeiterempfehlungen das bevorzugte Instrument für die Suche nach Top-Talenten sein. Mitarbeiterempfehlungen können

  • die Zeit zur Personalbeschaffung reduzieren,
  • Bindungsraten erhöhen,
  • die kulturelle Eignung zwischen Kandidatinnen, Kandidaten und Unternehmen erhöhen und
  • die Konversionsraten von Kandidatinnen, Kandidaten zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verbessern. 

Dennoch kann es schwer sein, gute Empfehlungen zu bekommen. Hier bietet die kollaborative Rekrutierung den entscheidenden Vorteil: Je vertrauter alle Teammitglieder mit dem Rekrutierungsprozess sind, desto einfacher wird es für sie sein, Personen die sie kennen, zu empfehlen. 

5. Stärkere Einbindung des Unternehmens in die Personalbeschaffung

Die regelmäßige Kommunikation mit Personen aus der gesamten Organisation wird einen freien Informationsfluss darüber ermöglichen, was in der Rekrutierung funktioniert und was nicht. Die Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen werden erfahren, was es benötigt, Top-Talente einzustellen. 

Mehr Wertschätzung von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rekrutierungsarbeit gegenüber wird mit der Zeit das Interesse des Unternehmens an der Rekrutierung steigern. 

Die Verwendung eines Bewerbermanagementsystems wie Recruitee trägt außerdem dazu bei, dass alle am Prozess beteiligten Personen stets einen Überblick über die Prozesse und Talent-Pipelines haben. Das wird helfen, alle Herausforderungen im Rekrutierungsprozess zu verstehen und alle dazu ermutigen, bein der Lösungsfindung und Fehlerbehebung mitzuwirken.

6. Bessere Mitarbeiterbindung

Um die richtigen Talente zu finden, nutzt die kollaborative Rekrutierung die Fähigkeiten und das Engagement jedes einzelnen Teammitglieds. 

Wenn das gesamte Team stärker in eine so geschäftskritische Aktivität wie der Einstellung der richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingebunden wird, kann es sich geschätzt und engagiert fühlen. Dies steht in einem direkten Zusammenhang mit erhöhter Mitarbeiterbindung

7. Sensibilisierung der Fachabteilungen

Welcher Recruiter kennt es nicht: Von heute auf morgen soll eine passende Kandidatin oder ein passender Kandidat gefunden werden. Wie, ist dem Hiring Manager egal. Sie verstehen meist nicht, wie die Prozesse in der Personalabteilung und speziell im Recruiting ablaufen. 

Die gute Nachricht ist, dass diese Spannungen eliminiert werden, sobald die Fachabteilungen stärker in die Einstellungsprozesse eingebunden werden

Mit einer Übersicht über die Talent-Pipelines und den Prozess werden Hiring Manager besser informiert sein, wenn sie Entscheidungen treffen, die sich auf den Einstellungsprozess auswirken. 

8. Unbewusste Voreingenommenheit begrenzen

Jede Kollegin und jeder Kollege hat ihre bzw. seine eigenen Voreingenommenheiten. Die Transparenz, die die kollaborative Rekrutierung mit sich bringt, schränkt diese Voreingenommenheit stark ein. 

Je mehr Personen in den Rekrutierungsprozess involviert sind, desto unwahrscheinlicher ist, dass ein einzelner Hiring Manager oder Recruiter eine Gruppe von Personen konsequent von der Pipeline ausschließen kann, ohne dass es jemand bemerkt. 

Die Gefahr, dass Einstellungsentscheidungen auf Grundlage von Unconscious Bias gefällt werden, sinkt somit. 

9. Verkürzte Zeit für den Einstellungsprozess

Es ist unvermeidlich, dass die Zeit für die Einstellung abnimmt, wenn mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einstellungsprozess einbezogen werden und die Verfügbarkeit des Teams für alle Teammitglieder ersichtlich ist. 

Kollaboratives Recruitment bedeutet, dass Kolleginnen und Kollegen die Verantwortung für bestimmte Teile des Prozesses übernehmen können – je nach ihrer Verfügbarkeit. Solange die Prozesse gut koordiniert werden, kannst du so viel Zeit in deinem Einstellungsprozess sparen!

Wie kann man kollaborative Einstellungsverfahren am besten koordinieren? 

In einem Team zu arbeiten hat eindeutig große Vorteile für Unternehmen. Da Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden, ist es umso wichtiger, dass die Aufgaben und Prozesse im Einstellungsverfahren gut durchdacht und koordiniert werden. 

Um die Koordination so einfach wie möglich zu gestalten, hilft eine Recruitment Software wie Recruitee, die dieses Prinzip im Kern berücksichtigt. Dazu gehören Funktionen, die folgendes ermöglichen: 

  • einfache gemeinsame Nutzung von Dokumenten, Profilen und Kontaktprotokollen,
  • unbegrenzte Benutzerinnen und Benutzer 
  • anpassbare Rollen, um eine angemessene Beteiligung zu gewährleisten,
  • und Echtzeit-Updates über Teamaktivitäten.

Zusammenfassung 

Ist es davon auszugehen, dass die Arbeitsbelastung von Recruitern in der absehbaren Zukunft nicht abnehmen wird. Grund dafür ist unter anderem der starke Wettbewerb um die besten Talente. 

Der beste Weg, Recruiter zu entlasten und so zu besseren Einstellungsentscheidungen zu kommen besteht darin, die Arbeit und Entscheidungsfindung in einem Team zu verteilen. Mit den richtigen Tools kann die kollaborative Rekrutierung zu dem Erfolgsfaktogsfaktor in deiner Rekrutierungsstrategie werden.

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