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10 Jobbörsen für kostenlose Stellenanzeigen mit denen du Geld sparst

Wohl kein Arbeitgeber kommt an den gängigen Jobbörsen bei der Personalbeschaffung vorbei. Allerdings kann die Vielzahl von Portalen für kostenlose Stellenanzeigen sowie kostenpflichtige Alternativen schnell unübersichtlich werden. Welche Jobbörse ist für deine Stellenausschreibung die Richtige und musst du wirklich tief in die Kasse greifen, um Erfolg zu haben?

Bevor du dich für ein oder mehrere Portale entscheidest, solltest du in etwa wissen, ob geeignete Kandidatinnen und Kandidaten diese Seite überhaupt regelmäßig besuchen. Wenn deine Konkurrenz eine gewisse Jobbörse häufig nutzt, dann ist das ein gutes Zeichen, dass auch du hier fündig werden könntest.

Jobbörsen, die kostenlose Stellenangebote anbieten, sind eine gute Alternative zu kostenpflichtigen Portalen, besonders wenn dein Budget knapp ist. Wir haben die besten Jobbörsen bei denen du kostenlose Stellenanzeigen aufgeben kannst zusammengestellt und erläutern auch, wann es sich lohnt auf eine bezahlte Option zurückzugreifen.

Die besten Jobbörsen für kostenlose Stellenanzeigen

Indeed

Mit 250 Millionen monatlichen Nutzern weltweit ist Indeed die globale Nummer eins bei den Online-Jobbörsen. Rund 50.000 deutsche Unternehmen nutzen die Plattform schon, die sich besonders für Firmen eignet, die auch Personal im internationalen Raum suchen.

Stellenangebote auf Indeed können grundsätzlich kostenlos veröffentlicht werden. Da allerdings täglich tausende von Jobs hinzukommen, ist eine kostenlose Stellenanzeige meist nicht lange präsent. Indeed´s kostenpflichtige Premium-Stellenanzeigen werden immer zuerst angezeigt und erhalten so generell mehr Bewerbungen. Interessant ist, dass man nur für die tatsächlichen Klicks auf die Premium-Stellenanzeige zahlt, und das auch nur bis zu einem vorher festgelegten Betrag. Es gibt also viel Flexibilität für jedes Budget.

Die Bewerbungen und Kandidatinnen und Kandidaten kannst du einfach im eingebauten Dashboard von Indeed managen oder dein eigenes Bewerber-Tracking-System integrieren. Des Weiteren bietet Indeed ein kostenloses Unternehmensprofil an, mit dem du deine Arbeitgebermarke stärken kannst.

Da laut Indeed 65 % aller Suchen nach Jobs jetzt auf mobilen Geräten getätigt werden, hat das Unternehmen in eine eigene Smartphone App investiert. Nicht nur Bewerbende können dein Stellenangebot in der App finden, sondern auch du kannst direkt auf Bewerbungen in der App zugreifen.

Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit

Die offizielle Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist nach wie vor das größte Online-Jobportal Deutschlands. Alle Stellenanzeigen können kostenlos online eingestellt werden. Du kannst dein Unternehmen außerdem mit einem Profil präsentieren und auch gezielt auf Bewerberprofile zugreifen. Der komplette Bewerbungsprozess kann direkt im Online-Portal abgewickelt werden.

Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit umfasst allerdings noch viel mehr. Unternehmen haben nämlich Anspruch auf eine persönliche Beratungsfachkraft. Diese kann Fragen zur Stellenausschreibung beantworten und schon eine Vorauswahl an passenden Bewerberinnen und Bewerbern treffen. Auch wird Unterstützung für die Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung oder bei der Vermittlung von Fachkräften aus dem Ausland angeboten.

Finest-jobs

Mit rund 200.000 Besuchern monatlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist finest-jobs eine der am schnellsten wachsenden professionellen Jobbörsen im deutschsprachigen Raum.

Du kannst kostenlose Stellenanzeigen schalten, mit einer flexiblen Laufzeit bis zu 6 Monaten. Interessenten bewerben sich bequem online und du erhältst alle Unterlagen im PDF-Format per E-Mail. Hervorzuheben ist außerdem noch der Talentpool, der tausende von Profilen von Jobsuchenden enthält. Bis zu fünfmal wöchentlich kannst du ihn kostenlos nach den Kriterien durchsuchen, die für deine zu besetzende Position wichtig sind (z.B. Kenntnisse, Standort, Gehaltsvorstellungen).

Finest-jobs bietet auch ein nützliches kostenfreies Widget an, mit dem du deine aktuellen Stellenangebote einfach auf deiner Unternehmenshomepage oder Blog darstellen kannst. So haben deine Stellenanzeigen eine noch größere Reichweite.

Gigajob

Gigajob zählt inzwischen über 4 Millionen Mitglieder und rund 240.000 Bewerberprofile. Ein interessantes Feature ist, dass du einfach Suchaufträge speichern kannst und automatisch per E-Mail informiert wirst, sobald ein passendes Stellengesuch eingegangen ist.

Kostenlose Stellenanzeigen kannst du für bis zu 30 Tage schalten. Allerdings dürfen in dieser Basis-Anzeige keine eigenen Kontaktdaten hinterlegt werden. Die Kontaktaufnahme mit Bewerberinnen und Bewerbern ist nur über das Gigajob Kontaktformular möglich und dies ist auch nur auf eine Bewerberin oder einen Bewerber pro Tag und maximal 10 Bewerberinnen und Bewerber im Monat beschränkt. Eine Plus-Anzeige mit etwas mehr Flexibilität gibt es ab 79 Euro.

Backinjob

Auch hier können Stellenangebote völlig kostenfrei erstellt, veröffentlicht und verwaltet werden. Die Anzeige kann flexibel gestaltet werden, zum Beispiel auch mit Firmenbeschreibung, eigenem Logo, Bildern, und Videos.

Backinjob hat erkannt, dass viele Jobsuchende auch auf ihrem Smartphone nach neuen Stellen suchen. Deshalb ist das Online-Portal für mobile Geräte optimiert und es gibt darüber hinaus auch eine App. Um die Reichweite deiner Stellenanzeige noch weiter zu vergrößern, veröffentlicht Backinjob diese auch auf Twitter.

Jobs3000

Jobs3000 besticht durch eine moderne und minimalistische Benutzeroberfläche. Du kannst kostenlos Stellenanzeigen aufgeben, mit eigenem Firmenlogo und variabler Anzeigedauer. Alle Bewerbungen auf dein Stellenangebot erhältst du bequem als PDF per E-Mail. Außerdem kannst du passenden Bewerberinnen und Bewerbern deine Anzeige direkt per E-Mail schicken.

Stellenanbieter

Auf Stellenanbieter kannst du bis zu drei Stellenanzeigen mit eigenem Firmenlogo gleichzeitig kostenfrei veröffentlichen. Diese sind dann für bis zu 12 Wochen online und das automatisch auch auf mehreren Portalen, u.a. bei der Bundesagentur für Arbeit. Damit ist die Reichweite deiner Stellenausschreibung um das Vielfache erhöht.

Die eigenen Kontaktdaten können in der Stellenanzeige hinterlegt werden, damit sich Interessenten direkt auf deiner Karriereseite bewerben oder sich per E-Mail melden können.

Wer mehr Seriosität ausstrahlen möchte, kann geprüftes Mitglied bei Stellenanbieter für 49 Euro pro Jahr werden. Deine Anzeigen werden dann entsprechend gekennzeichnet und bevorzugt angezeigt.

eBay Kleinanzeigen

Auf den ersten Blick mag eBay Kleinanzeigen nicht die richtige Plattform für die Kandidatensuche sein. Aber der kostenlose Job-Bereich birgt den einen oder anderen Vorteil: Zumal kann man auf hier sehr gezielt lokal nach Kandidatinnen und Kandidaten suchen. Zudem ist das Portal den meisten Personen aus dem privaten Gebraucht bekannt, was das Vertrauen in die dort veröffentlichen Stellenangebote erhöht.

charly jobs

Bist du gezielt auf der Suche nach Studentinnen und Studenten und jungen Talenten? Mit dem Motto „Wir bringen Studenten und Unternehmen gezielt zusammen“, hat sich JobPeter als Jobbörse für Praktika, Werkstudentenjobs, Traineeships und Einstiegspositionen etabliert.

Mit dem Kennenlern-Angebot kannst du eine kostenlose Stellenanzeige für bis zu 30 Tage schalten. Eine Premium Stellenanzeige mit 60 Tagen Laufzeit und Kennzeichnung als “Top Job” gibt es ab 99 Euro.

Studentjob

Studentjob ist ein Online-Netzwerk für junge Talente und schon in acht europäischen Ländern tätig. Das Portal bietet eine stetig wachsende Datenbank von 280.000 Studentinnen und Studenten, die auf der Suche nach Neben-, Studenten- und Ferienjobs, sowie Praktika und dem Karrierestart sind.

Für Neukunden ist eine kostenlose Stellenanzeige mit 30 Tagen Laufzeit einmalig buchbar. Diese beinhaltet den Zugang zu den Kontaktdaten und Lebensläufen der ersten 10 Bewerberinnen und Bewerber. Es kann auch ein kostenloses Unternehmensprofil erstellt werden. Die kostenpflichtigen Anzeigen gibt es ab 99 Euro

Soziale Netzwerke als Alternative zu Jobbörsen

Deine Traumkandidatin und Traumkandidat verbringt sicher einige Zeit täglich in den gängigen sozialen Netzwerken. Das sogenannte Social Recruiting wird für die Personalbeschaffung immer wichtiger. LinkedIn und Xing sind inzwischen die professionellen Netzwerke, an denen kein Unternehmen mehr vorbeikommt.

In jedem Fall lohnt es sich für dich ein kostenloses Unternehmensprofil zu erstellen, um so als Arbeitgebermarke präsent zu sein. Bevor du dich allerdings für das kostenpflichtige LinkedIn Recruiter oder Xing E-Recruiting entscheidest, solltest du einige kostenlose Optionen austesten. So kannst du feststellen, ob sich die Netzwerke wirklich für deine Talentsuche eignen.

Du kannst damit anfangen, die Links zu offenen Stellenausschreibungen auf deiner Karriereseite auf LinkedIn und Xing zu teilen. Wenn du dann deine Kolleginnen und Kollegen dazu anregst diese Beiträge wiederum mit ihren Netzwerken zu teilen, kann sich die Reichweite immens erhöhen.

Des Weiteren kannst du Gruppen beitreten, in denen sich die Fachkräfte, nach denen du suchst, tummeln. Wenn die Gruppenregeln es erlauben, kannst du auch hier deine Stellenanzeige teilen. Für weitere Tipps, lies unsere 12 Strategien für das erfolgreiche Rekrutieren auf LinkedIn.

Wann sich kostenpflichtige Jobbörsen lohnen

Die bekanntesten Online-Jobbörsen des deutschsprachigen Raums, wie StepStoneMonster, und Jobs.de, sind nach wie vor kostenpflichtig für Arbeitgeber. Hier musst du für eine einfache Stellenanzeige mindestens 295 Euro investieren.

Allerdings sind diese Jobportale nicht immer automatisch besser. Welche Jobbörse für dich die Richtige ist, kommt immer auf die individuelle Situation an. Unter diesen Umständen kann sich eine bezahlte Stellenanzeige durchaus lohnen:

1. Die Stelle muss dringend besetzt werden.

Wenn Eile geboten ist, kann eine bezahlte Stellenausschreibung schneller geeignete Kandidatinnen und Kandidaten anziehen. In vielen Jobbörsen kannst du gegen entsprechende Bezahlung deine Stellenanzeige besonders hervorheben lassen.

2. Du suchst nach spezialisierten Fachkräften.

Auf kostenlosen Jobbörsen ist es sicher einfacher einen neuen Lagerarbeiter zu finden, als einen Programmierer der sich mit JavaScript und Objective-C auskennt. Fachkräfte mit spezialisierten und gefragten Fähigkeiten sind häufig anspruchsvoll und nur auf den besten Portalen unterwegs. Zum Beispiel haben wir hier die besten Jobbörsen für Softwareingenieure zusammengestellt.

3. Du hast wenig Zeit dich um den Prozess zu kümmern.

Im Endeffekt bekommst du das, wofür du bezahlst. Kostenlose Jobportale bieten oft weniger Funktionalität und Automatisierung als die bezahlten Gegenspieler. Dadurch ist der Rekrutierungsprozess mit mehr Zeitaufwand für den Arbeitgeber verbunden.

Eine bezahlte Option, die vielleicht sogar mit einer Recruitment Software gepaart ist, kann den Prozess effektiver gestalten und dir Kosten sparen.

4. Dein Unternehmen ist noch recht unbekannt.

In einem angespannten Arbeitsmarkt rückt die Arbeitgebermarke immer weiter in den Vordergrund. Große, bekannte Unternehmen haben es leichter die besten Kandidatinnen und Kandidaten anzuziehen. Falls dein Unternehmen noch nicht heraussticht, kann es sich lohnen in bezahlte Stellenanzeigen zu investieren, um so mehr in den Vordergrund zu rücken.

Was für dich am besten passt

Oft benutzen Personaler immer die gleichen Jobbörsen, um Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, ohne sich jemals zu fragen, ob es nicht vielleicht auch besser und einfacher ginge. Unser Rat ist daher immer mal etwas Neues auszuprobieren. Wir haben noch weitere Tipps für dich zum Thema Bewerben von Stellenanzeigen ohne dafür zu zahlen.

Es gibt kein absolutes richtig oder falsch bei der Wahl des Jobportals, da es immer auf die individuelle Situation und die ausgeschriebene Stelle ankommt. Verfolge die Strategie, die für deine Personalbeschaffung am besten passt.

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