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Recruitee Radio | Employer Branding

Auch auf Spotify und Apple verfügbar.

In diesem Jahr musste das Employer Branding neu gedacht werden.

In dieser Folge des Recruitee Radios sprechen wir mit Lara Schnagl von PAYBACK darüber, wie das Employer Branding in ihrem Unternehmen gelebt wird und welche (erfolgreichen) Anpassungen durch Corona vorgenommen wurden.

Wir sprechen unter anderem darüber, welche wichtige Rolle die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Employer Branding spielen und wie man authentische Inhalte von innen nach außen spielt.

Transkript

Luisa Merle Spardel: [00:00:00] Hallo und herzlich willkommen zum Recruitment Innovators Radio, dem Interview Podcast für alle innovativen Recruiter und Recruiterinnen. Wir beschäftigen uns mit den Themen rund um das Recruiting, Talent Acquisition und HR. Ich bin Luisa, eure Gastgeberin und zuständig für den deutschen Content bei Recruitee. In jeder Folge stelle ich euch eine interessante Persönlichkeit aus der Branche vor, stelle die brennenden Fragen und gebe gemeinsam mit dem Gast wertvolle Tipps und Tricks. Hört mit mir hinter die Kulissen des Recruitings und lehnt euch zurück. Viel Spaß bei dieser Folge.

Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge unseres Podcasts. Heute freue ich mich total, mal über ein ganz neues Thema zu sprechen, was wir bis jetzt noch gar nicht wirklich hier behandelt haben und zwar Employer Branding. Und dafür habe ich Lara Schnagl eingeladen. Sie kommt von Payback und ist eigentlich seit dem Studium richtig durchgestartet dort, ist von einer Position in die nächste, hat das Employer Branding für sich entdeckt und auch tolle Projekte dort mit umgesetzt, auf die wir auch gleich zu sprechen kommen.

Hallo Lara, ich freue mich super, dass du heute dabei bist.

Lara Schnagl: [00:01:05] Hallo, ich freue mich auch, super und vielen Dank für die Einladung.

Luisa: [00:01:08] Sehr, sehr gerne. Lass uns doch einfach damit starten, dass du dich einmal vorstellst, sagst, was genau du Payback machst und vielleicht auch, was deine Schwerpunkte, auch Interessen in dem Bereich von Employer Branding sind.

Lara: [00:01:20] Sehr gerne. Also erst nochmal, ich bin die Lara. Ich bin schon bei Payback seit 2017, und habe ganz klassisch als Werksstudentin und Praktikantin in der externen Kommunikation, in der PR-Abteilung, angefangen und hatte eine Kollegin, über die ich mich immer gewundert habe, was die Tolles und Gutes macht. Die war immer auf den coolsten Abend-Events, ist immer im Haus herumgesprungen, jeder kannte sie. Und dann habe ich ihr einfach einen Kaffee eingestellt und meinte, “Du, irgendwie würde ich mal gerne deinen Bereich Employer Branding kennenlernen” und habe dann da ein sechsmonatiges Praktikum gemacht, und bin dann jetzt seit Oktober 2019 für alle Werksstudenten und Praktikanten im Unternehmen zuständig und aber trotzdem weiterhin noch im Employer Branding aktiv, weil ich glaube, so unsere Youngsters und eben auch die Werksstudenten und Praktikanten, die sind natürlich auch alle sehr aktiv auf unseren ganzen Social Media-Kanälen, und daher kann man einfach eine gute Bindung zwischen Werksstudenten, Praktikanten und Employer Branding binden.

Meine Lieblingsschwerpunkte, also ich bin ganz ehrlich, mein absoluter Lieblingskanal im Employer Branding ist unser Instagram-Account, weil ich einfach selber gerne aktiv auf Instagram bin. Ich glaube, dann fällt es einem auch nicht schwer, das über den Arbeitgeber zu machen. Ich poste auch selbst gerne etwas über meinen Arbeitgeber. Also es ist nicht so, dass ich immer nur meinen privaten Content auf meinem eigenen Instagram-Account habe. Genau. Und ich twitter tatsächlich auch gerne. Das ist aber irgendwie erst über die Zeit gekommen, so wenn man auf Konferenzen war oder so. Das habe ich am Anfang nicht so gemacht, aber jetzt mittlerweile twitter ich auch ganz gerne, auch mal private Dinge. Genau.

Was mir eigentlich am allerwichtigsten ist über das Employer Branding bei Payback, dass wir so authentisch wie möglich rüberkommen. Und die Laura, meine Kollegin und ich, wir machen das zusammen, und bei uns ist es auch wirklich so, wir posten eigentlich auch wirklich alles. Also es gibt selten etwas, wenn uns jemand markiert oder etwas schickt, dass wir das nicht posten, weil ich finde, das ist das Authentischste und das Beste und Einfachste, wenn man so ehrlich wie möglich auch rüber transportiert.

Luisa: [00:03:23] Definitiv. Ja, supercool, dass du über eine andere Kollegin so in diesen Bereich reingerutscht bist, weil du irgendwie dachtest, es ist interessant, was sie macht. Ist ja ein richtig cooler Karriereweg eigentlich.

Lara: [00:03:38] Ja, absolut. Also ich muss auch sagen, ohne die Laura Koller wäre ich, glaube ich, auch nicht, wo ich jetzt wäre. Bei uns hat sich auch so ein Mentorprogramm einfach. Also wir beide haben eigentlich ein eigenes Mentorprogramm, sozusagen. Es gibt auch ein Mentorprogramm bei Payback, aber ich sage mal, wenn du so einen persönlichen Mentor hast, der dir einfach in jeder Situation hilft, das ist unfassbar toll. Genau.

Das gibt es bei Payback allerdings – ist auch sehr schön, das mal zu erwähnen – auch sehr oft. Wir haben im Marketing ein richtiges Mentorenprogramm, wir haben ja auch so ein Traineeprogramm, wo man auch immer einen Mentor hat. Ich glaube, das ist unfassbar wichtig, gerade wenn man so jung anfängt zu arbeiten, und nicht so wirklich weiß, in welche Richtung es geht. Genau.

Luisa: [00:04:21] Ja, total. Ja, ganz wichtiger Punkt. Lass uns aber nochmal mehr auf das Employer Branding gucken, beziehungsweise, was verstehst du unter Employer Branding?

Lara: [00:04:32] Also ich würde sagen, um mal aus der Sicht von Payback zu sprechen: Wir setzen auf jeden Fall den Fokus, die interne Kommunikation, die wir mit den Mitarbeitern haben, auf die externe Kommunikation und dadurch auf das Employer Branding auszuweiten. Unser Ziel ist es eigentlich immer, wenn wir etwas intern kommunizieren, auch – wir haben eine Mitarbeiter-App, aber kann ich dir später nochmal etwas dazu erzählen -Interaktion zu bekommen von den Kollegen, und auch den Kollegen immer wieder an die Hand zu geben, “Hey, wenn ihr irgendwo hinkommt, wenn ihr etwas von uns seht oder wie auch immer: teilt es und verlinkt uns.” Und wir haben ja auch ein Hashtag, “Ich mache blau” heißt der. Darunter läuft eigentlich auch, sage ich mal, das allermeiste, was wir mit den Kollegen teilen. Und das ist eigentlich für mich so das Wichtigste. Also eigentlich so das Interne, was wir intern für Aktionen haben, für Highlights im Unternehmen, für Feiern, was auch immer, dass wir das nehmen und dann uns dadurch halt als Arbeitgeber sehr attraktiv nach außen aufstellen können. Ich finde und das habe ich vorhin auch schon gesagt, nochmal: Die Inhalte, die von den Kollegen kommen, finde ich halt einfach mittlerweile am authentischsten, weil das kommt einfach am ehrlichsten rüber, wenn die Kollegen etwas posten und wir das reposten, als wenn wir uns immer irgendeinen Content überlegen. Also ich finde zum Beispiel auch Instagram-Stories superwichtig, weil da siehst du einfach, wie läuft es da? Und wenn das Kollegen machen, dann ist es noch authentischer, weil es nicht immer wir sind, die den Channel ownen, sozusagen.

Ich habe dazu auch noch ein ganz schönes Beispiel, und zwar haben wir jetzt Corona-Masken an die Kollegen geschickt und eine Postkarte dazu geschrieben und meinten, “Hey, wenn ihr Lust habt, schickt doch ein Foto mit der Maske oder teilt uns, wo ihr die Maske aufhabt, wie auch immer” und das ging wahnsinnig ab. Also wir haben eine Woche lang jeden Tag Masken-Kontext gehabt, weil die Leute das einfach gepostet haben.

Von “Hey, super Firma, tolle Arbeitgeber” fängst du halt bei der internen Kommunikation an, sagst, “Hey, da kommt eine Überraschung für euch” und kannst es halt dann für Extern verwenden und es ist auch noch superauthentisch, weil es eben nicht direkt von uns kommt.

Luisa: [00:06:45] Ja und superrelevant ja auch gerade in der Corona-Zeit, cool.

Lara: [00:06:50] Genau. Und sonst mal auch ohne Corona, also vor Corona, haben wir das halt auch mit ganz verschiedenen Dingen– Ich meine zum Beispiel wenn wir einen neuen Partner haben, gibt es immer eine Mitarbeiter-Aktion. Die fängt an von das Essen in der Kantine ist anders. Zum Beispiel damals als wir Österreich gelaunchtt haben, das Land, gab es österreichisches Essen, man konnte Fotos machen, es gab für jeden eine Manner-Schnitte, also wir probieren eben, dass jeder einfach ein bisschen ein Goodie dadurch hat und das posten die Kollegen einfach und das, finde ich, ist einfach superwichtig, dass es dann einfach nicht immer von uns kommt.

Luisa: [00:07:27] Ja, also ist für euch wirklich so der Fokus von Innen nach Außen, dass ihr erstmal guckt, dass ihr durch Employer Branding eure eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiviert.

Lara: [00:07:36] Genau.

Luisa: [00:07:37] …die dann die authentischen Inhalte erstellen, die dann nach außen hin eben euch als attraktiven Arbeitgeber darstellt. Oder habt ihr auch spezielle externe Employer Branding-Aktionen, also wo ihr gar nicht erst intern anfangt, sondern die sich schon direkt nur auf die Außenwelt beziehen?

Lara: [00:07:53] Eigentlich relativ selten, um ehrlich zu sein. Also wir probieren wirklich, und dadurch, dass wir ja auch mit der externen Kommunikationsabteilung sehr eng zusammensitzen, probieren wir halt wirklich immer so einen Cycle eigentlich aufzubauen, also wirklich– Wir haben eine Pressemeldung zum Beispiel “Neuer Partner”, wir machen Mitarbeiter-Event. Und dann geht es einfach, kommen die Leute sozusagen “Hey, guck mal, ich habe hier ein cooles Foto. Wollt ihr das posten?” oder markieren uns, und dann ist wie so ein Kreis einfach, der sich dann immer wieder schließt.

Luisa: [00:08:26] Ja. Jetzt hast du ja schon viele unterschiedliche Bereiche angesprochen, die interne Kommunikation, externe Kommunikation. Wie kann ich mir das also bei euch vorstellen? Also wer arbeitet alles bei euch am Employer Branding?

Lara: [00:08:40] Also am Employer Branding sind es eigentlich nur zwei Kollegen, und zwar die Laura und ich. Weil wir dann eben mit der externen Kommunikationsabteilung zusammensitzen, sind wir sozusagen ein Team von vier, immer mit Werksstudenten, Praktikanten oder Azubis, die noch unterstützen, aber ich sage mal vier Festangestellte. Und wir haben jeden Morgen auch ein Daily, wo wir uns einfach abstimmen, wo wir sagen, “Hey, das sind Themen. Wie können wir denn noch weiter nach extern auf Careers-technisch, auf Arbeitgebermarke, und so weiter, ausweiten?” Und dann spinnen wir uns das eigentlich immer so zusammen. Genau, also zum Beispiel auf dem Payback Careers-Account spielen wir dann auch mal, wenn wir einen neuen Partner haben. Also es ist jetzt nicht immer nur Arbeitgeber-Sachen, sondern halt auch was einfach sonst so los ist bei uns.

Luisa: [00:09:32] Ja, das Employer Branding kann man ja auch so ein bisschen als Schnittstelle zwischen Marketing und dem HR-Bereich verstehen. Welche Abteilung sollte denn deiner Meinung nach so das letzte Wort haben in den Aktionen, die ihr plant?

Lara: [00:09:47] Also ich finde letzte Worte immer ein bisschen schwierig. Ich finde eher, man sollte gemeinsam ein Ziel haben und gemeinsam auch eine Lösung finden. Deswegen gibt es bei uns zum Beispiel auch alle vier Wochen ein Redaktionsmeeting, wo wir mit Marketing zusammensitzen, wo wir mit denen besprechen, “Hey, was habt denn ihr für Kampagnen, wie läuft denn das?” Allerdings muss man halt auch dazusagen, dass bei uns es so ist, dass wir noch einen Payback Deutschland Facebook Kanal auch haben und wir haben ein PayBack Careers Kanal in Facebook, zum Beispiel. Wir sind unterschiedliche Zielgruppen, und da kann man dann gut in diesen Meetings einfach besprechen, “Hey spielt ihr das bitte auf den reinen Content Payback Deutschland Kanal, und wir spielen es eher für Careers Mitarbeiteraktion zum Beispiel. Also ich finde, dass kann man sich gut aufteilen. Ich finde, letztes Wort, finde ich schwierig zu sagen, weil ich glaube, es ist wichtig, dass man sich gut miteinander abstimmt. Das jeder weiß, was da passiert, dass gerade auch mal in Instragram irgendwelche direkten Nachrichten bekommen, wo wir jetzt von einer Aktion, die vielleicht nicht gelaufen ist, oder der hat eine Rückfrage, dass wir einfach auch Bescheid wissen, da ist was, und dann können wir es einfach direkt weitergeben.

Luisa: [00:10:58] Ja das kommt wirklich in jedem Gespräch, was ich bisher durch den Podcasts oder auch den Webinaren geführt habe. Es kommt immer so durch, dass diese gemeinsame Zusammenarbeit, auch abteilungsübergreifend, so unheimlich wichtig ist, um eben auch wirklich nachhaltige und gute Lösungen, Entscheidungen treffen zu können.

Lara: [00:11:18] Also das kann ich auch echt, wenn wir jetzt aus unserem Communications Team sagen, das ist einfach superwichtig, weil die PR Abteilung hat manchmal andere Infos als wir jetzt von HR. Das ist einfach ein super Zusammenspiel, wo du dann einfach auch tolle Sachen daraus machen kannst, und das ist eben dann eben nicht alles nur: ich habe jetzt eine Pressemeldung und das war es, sondern das man darum halt einfach viel mehr machen kann.

Luisa: [00:11:42] Wie erschafft ihr denn in eurem Team einen attraktiven Arbeitsplatz für eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Na, ja vielleicht können wir das so ein bisschen unterteilen in, vor Corona und jetzt während Corona, weil wir sitzen ja alle wahrscheinlich im Home-Office, du ja wahrscheinlich auch noch. Da kann man ja auch nicht mehr so schnell zu dem Kollegen rübergehen, oder irgendwie intern afterworkmäßig etwas Schönes veranstalten, sondern das Ganze ist jetzt wahrscheinlich eher digital. Wie führt ihr da sozusagen diesen Cycle weiter?

Lara: [00:12:14] Genau, also um vielleicht mal vor Corona. Wir haben bei uns eine Turnhalle, eine Kantine, die heißt bei uns Esszimmer, wir haben jeden Freitag ein Friday get together, wo es auch mal das ein oder andere Bier gibt. Dann haben wir ein Spielzimmer, das ist sowas wie so ein großer Meeting Raum, wo wir einen Kicker, eine Wii und alles Mögliche drin haben. Ich sage auch, wir haben eigentlich ganz tolle Küchen, wo man sich Kaffee holen kann, und so weiter, und einfach da auch manchmal mit Kollegen quatschen kann. Und das ist natürlich, geht alles nicht mehr so. Da muss man ja auch dazu sagen, wir sind ja auch, wie wahrscheinlich alle anderen relativ, von heute auf morgen alle ins Home-Office. Also wir sind gerade dabei ein Konzept auszuarbeiten, zum Beispiel so etwas wie eine virtuelle Kaffeeküche zu machen. Dass sich da einfach die Kollegen treffen können, wenn man einfach mal sagt, ich brauche jetzt mal eine Viertel Stunde einen Break, und möchte mich jetzt einfach mit irgend jemandem unterhalten.

Bei uns gibt es ein Mystery Lunch, das gab es auch schon vor Corona, da konnte man sich registrieren und wurde quasi entweder jede Woche, alle zwei, oder drei oder vier Wochen, ausgelost und konnte sich mit einem Kollegen aus dem Unternehmen auf ein Mystery Lunch zum Mittagessen treffen. Planen auch das digital jetzt umzusetzen. Entweder machst du ein Mystery Lunch Call, oder einen Kaffee Call, oder wie auch immer. Man muss dazu sagen, bei uns ist aktuell so, dass wieder ein Teil der Kollegen in das Büro gehen darf, auf freiwilliger Basis, und wir dort wieder das Esszimmer geöffnet haben, To-Go. Also du kannst dir quasi im Esszimmer etwas holen, mit Maske natürlich, und auf Abstand, und kannst dich dann draußen hinsetzen, um zum Beispiel wieder mit einem Kollegen auf Abstand Mittagessen gehen. Und das Lustige ist auch so, was ich höre von den Kollegen, ist, das ist auch das Meiste, was sie vermisst haben, dieses Mittagessen gehen mit einem Kollegen, wo man einfach mal abschalten kann, bisschen quatschen kann, oder sich auch mal eine Meinung von einem Kollegen einholen kann. Das fehlt den meisten wirklich extrem.

Luisa: [00:14:17] Ja wir haben bei uns in der Küche auch so etwas Ähnliches gehabt, wie das, den Mystery Coffee. Wir verwenden Slack für unsere interne Kommunikation, und darüber konnten wir, ich weiß gar nicht, wie das genau heißt, auf jeden Fall konnte man randomly mit einem Mitarbeiter zusammengeführt werden für einen Coffee Call. Der ging dann so, ja 20 Minuten bis eine halbe Stunde, das war da wirklich irgendjemand aus dem Unternehmen. Das war wirklich total cool, weil sind ja auch in unterschiedlichen Standorten, so konnte man wirklich auch mal Leute besser kennenlernen, mit denen man vorher vielleicht noch nie gesprochen hatte, oder einfach gar keine Berührungspunkte hatte. Also ja, ich finde dass Corona, so negativ wie es ist, auch irgendwie echt ganz positive, neue Konzepte und Formate hervorbringt. Wie du sagst, ihr arbeitet auch schon an neuen Lösungen, an neuen Konzepten, die dann vielleicht auch nach Corona auch bestehen bleiben.

Lara: [00:15:06] Und ich finde auch extrem wichtig, dass es auch in Teams, also da muss auch die Führungskraft meiner Meinung nach ein bisschen im Lead sein, und sagen, ich mache mal, entweder Freitag Nachmittag, oder zum Beispiel bei mir im Team ist es, wir haben Mittwoch immer ein Bergfest von einer Stunde, wo unser Bereichsleiter sich immer total nette Sachen überlegt. Jetzt hatten wir Schulfotos von früher, oder Faschingsfotos von früher, sollte jeder schicken. Zeugnisse hatten wir dann also Anfang der Sommerferien, wo man sich noch eine Stunde bisschen austauscht. Vielleiht auch noch ein Glas Wein trinkt und einfach mal die Arbeit hinter sich lassen kann, und man trotzdem auch noch als Team noch etwas, ja Zusammenhalt hat, weil ich glaube es ist schon schwierig, wenn du dich immer nur im Videocall siehst. Ich finde auch, früher bist du von Meeting zu Meeting gegangen, jetzt gehst du von Videocall zu Videocall. Und früher war es so, wenn man zu einem Meeting gegangen ist, hat man vielleicht noch Kollegen gesehen, und hat gesagt, hi, wie geht es dir? Und so weiter, das fällt halt alles irgendwie jetzt weg. Es ist auch superwichtig, dass auch in den Teams viel gemacht wird.

Luisa: [00:16:08] Definitiv.

Lara: [00:16:09] Was ich noch vielleicht erzählen kann, wir hatten auch, am Anfang von Corona, hatten wir Freitags dann auch immer so ein T-Shirt, wir hatten zum Beispiel mal ein Band T-Shirt Day ausgerufen. Oder zeigt mal alle eure Haustiere, was ist euer Lieblingsgetränk. Also wir probieren schon dann auch, so ein bisschen Interaktion eben durch unsere Mitarbeiter-App mit den Kollegen zu haben, um das dann auch wieder nach außen spielen zu können. Das muss man auch sagen. Und vielleicht noch, was ich dir auch noch erzählen kann, wir haben eine Kollegin auch aus der PR Abteilung, die hat so Home Stories angefangen. Also da haben wir wirklich die Leute zu Hause interviewt, wie geht es euch? Was sind eure größten Herausforderungen? Seit ihr eher Team Couch oder Team Tisch Crew, und haben das eben auch wieder überall gespielt, dass man lesen konnte, wie geht es eigentlich den anderen Kollegen.

Luisa: [00:16:58] Ja, ist eine coole Idee.

Lara: [00:16:59] Genau, ja.

Luisa: [00:17:01] Du hast jetzt schon so ein paar Mal diese Mitarbeiter-App angesprochen. Und aus unseren Vorgesprächen weiß ich ja, dass das auch wirklich ein Projekt ist, an dem du mitgearbeitet hast, und das du mit auf die Beine gestellt hast. Deswegen würde ich dich gerne fragen, ob du uns einfach mal in uns in paar deine Projekte mitnehmen kannst?

Lara: [00:17:20] Sehr gerne. Also wir haben die Mitarbeiter-App jetzt schon zwei Jahre. Das war damals mein Projekt als ich Praktikantin tatsächlich war, durfte ich da komplett von Anfang an bis Ende mitwirken. Also bei uns gibt es keine E-Mails mehr an alle, muss man dazusagen. Auch kein Intranet mehr in dem Sinne, sondern wir haben eine Tool Box, das ist eine statische Seite, da sind Dokumente von der Office IT, über HR, wie auch immer, aber da gibt es keine News mehr. Und die App, die wir haben ist auch wirklich als App, also die gibt es auch nicht mehr auf der Desktopversion.

Genau, unser Wichtiges war eigentlich, dass wir dieses digitale Denken ein bisschen in die Köpfe unserer Mitarbeiter kriegen. Ich muss sagen, wir haben bis zu 500 aktive Leute am Tag. Also ist eigentlich eine sehr gute [inaudible 00:18:14] Die Mitarbeiter-App heißt Bubble, und die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Company läuft eigentlich hauptsächlich nur noch über die Mitarbeiter-App. Das fängt an von wichtigen News, wir kriegen einen neuen Partner, bis hin zu den ganzen Corona Updates, die wir hier jetzt hatten. Von, das Esszimmer hat wieder geöffnet, paar Leute mehr dürfen wieder in das Büro, so und so sind die Regelungen. Also das war natürlich jetzt auch für aufgrund von Corona ein toller Kanal, und habe ich schon vorhin gesagt, habe auch so ein bisschen Interaktion, oder habt ihr irgendwelche Home-Office Tips? Webex ist unser internes Chat-Tool. Habt ihr irgendwelche Tipps?

Also möglichst auch dort, ganz wichtig ist uns die Interaktion. Es gibt eine Live- und Kommentarfunktion, wo die Leute dann kommentieren oder eben liken können. Dann kann man auch die Leute, also Add Mention kann man dann, wenn man eine Frage an jemanden zum Beispiel hat in einem Kommentar, oder wie auch immer. Das ist das eine, und dann haben wir noch einen “Ich mach blau Kanal”, und der war auch jetzt in Corona sehr viel wert. Wie ich gerade gesagt habe, “ich mach blau” ist so ein bisschen unser hashtag, und der “Ich mach blau Kanal” ist quasi, dass die Kollegen auch selber etwas posten können. Und das war von “ich verkaufe irgendwas”, bis hin zu zeigt mir, wie ich schon mal gesagt habe, eure Haustiere. Oder wir haben einen Kollegen, der überlegt sich dann Freitags immer, was ist so sein Lieblings– Also eigentlich alles Mögliche kann man da dann posten, und das ist auch so, dass die Kollegen wissen, es geht allen gut. Zum Beispiel wenn einer unserer Geschäftsführer, die hatten beide an dem gleichen Tag Geburtstag, da hatten ein anderer Geschäftsführer eine happy Birthday Nachricht geschrieben, und alle anderen Kollegen konnten kommentieren und gratulieren. Dann gibt es auch noch Kleinanzeigen, ganz normal, wie eBay Kleinanzeigen, haben wir uns das als Kleinanzeigen, gibt es da ein Format, wo du die Sachen verkaufen kannst, oder wie auch immer.

Und sonst haben wir noch, was wir auch immer so machen ist so ein Ask Me Anything. Wo wir zum Beispiel die Geschäftsführer fragen, oder verschiedene Abteilungen, dass die Kollegen den Leuten einfach mal Fragen stellen dürfen, Anonym von, zum Beispiel, wenn wir unseren Geschäftsführer nehmen, wie läuft denn eigentlich dein Arbeitstag aktuell in Corona? Oder auf was bist du beseonders stolz? Keine Ahnung, alles Mögliche. Und wir haben in Corona angefangen, dass wir ein Bubble Listening eingeführt haben, Bubble heißt die Mitarbeiter-App. Das geht jeden Freitag online, es ist einfach so ein bisschen wie so ein Stimmungsbarometer. Das haben wir ab der ersten Woche im Home-Office gemacht, wo wir die Leute fragen, wie geht es euch? Und dann immer uns noch eine Zusatzfrage überlegen. Von wart ihr schon im Urlaub, habt ihr Angst zu reisen, wie steht ihr zur Impfung? Also alles Mögliche, und das ist auch alles anonym und da können die Leute dann antworten. Das werten wir dann jeden Dienstag aus, das einfach die Leute auch untereinander ein bisschen abgeholt werden, so hey, das Bild in der Company ist trotzdem noch gut. Es geht allen gut, es sind alle gesund, so einfach.

Das zum Thema App würde ich sagen. Weitere Projekte, das habe ich vorhin schon mal erwähnt, wir sind sehr stark gerade aktuell daran, was können wir einfach virtuell umsetzen, dass die Leute ein bisschen mehr untereinander auch wieder agieren, also diese virtuelle Kaffeeküche. Auch unser Onboarding, bei uns läuft das Onboarding, die erste Veranstaltung war immer ganz klassisch. Einen Tag lang waren wir mit den Neustartern unterwegs. Jetzt musst du das alles einfach überarbeiten, dass es auch virtuell funktioniert, dass die sich virtuell untereinander kennenlernen. Wenn ich jetzt sehe, bei meinen [unintelligible Werkstudenten und Praktikanten zum Beispiel, habe ich jetzt so ein virtuelles Kaffeedate, haben wir alle drei Wochen, wo ich einfach mit den Neustartern rede. Weil ich meine für die ist es ja auch superschwierig neue Kollegen kennenzulernen, wenn du nicht vor Ort bist, außer dein eigenes Team, und vielleicht noch mit ein paar Schnittstellen, aber genau. Da dran sind wir eigentlich gerade echt verstärkt dran, was können wir uns überlegen, wie wir das alles einfach virtuell umsetzen, weil ja auch keiner weiß, wann wieder Normalität herrscht.

Genau, und was ich vielleicht auch noch sagen kann, ich habe dann während Corona, weil ich ja im HR erstmal weniger Neustarter hatte, und so weiter, habe ich dann ein paar Corona Projekte übernommen. Zum einen eben die Maskenpost, ich schon vorher erwähnt habe, wo ich einfach den Kollegen eine Postkarte und Masken geschickt habe. Von der Geschäftsführung, wo einfach draufsteht, hey, wir hoffen euch geht es gut, bleibt gesund, und so weiter. Und ich habe auch noch, den Link kann ich dir sonst auch noch mal zur Verfügung stellen, wir haben ein Return-to-Office Video dann noch gedreht. Also wie aktuell die Regeln im Büro sind. Wann du die Maske aufsetzen musst, wie du in die Küche gehen musst, wie du auf Toilette gehen musst, und so weiter. Das war dann auch so ein Projekt, was ich dann einfach noch übernommen haben.

Luisa: [00:23:32] Ja, schick mir gerne den Link.

Lara: [00:23:34] Ja, genau. Dann wisst ihr wie es bei uns abgeht, und das waren immer wieder so Projekte, die aufkommen, wo ich dann einfach mitarbeite, genau.

Luisa: [00:23:45] Super spannend. Bist du eigentlich auch, du bist ja für die Student Relations auch zuständig, bedeutet das auch, dass du für die Anwerbung von neuen Talenten auch zuständig bist, oder gibt es da auch Projekte beim Employer Branding, die eher darauf abzielen, wirklich junge, neue Talente anzusprechen?

Lara: [00:24:04] Ja, ich bin quasi auch für das sozial Marketing bei Payback zuständig, und wir gehen, als es natürlich noch möglich war, sind wir natürlich auch regelmäßig auf Messen gegangen. Also sei es hier in München, aber auch Stuttgart, und wo auch immer. Es ist natürlich auch aktuell etwas schwieriger. Nichtsdestotrotz probiere ich natürlich mit diesen ganzen Netzwerken in Kontakt zu bleiben, gehe auf das eine oder andere Webinar, probiere da einfach ein bisschen trotzdem weiterhin aktiv zu bleiben. Ja, also ich bin natürlich schon dafür verantwortlich, also insbesondere für Social Marketing.

Und das ist auch wieder so ein Thema, das ist auch super, weil, ich sage mal, wir sind irgendwo auf einer Messe, dann nehmen wir den Instagram Kanal mit, und können wieder da jetzt sehen, wo wir sind. Und oft ist es dann auch so, dass Leute die uns sehen und schreiben, hey wie lange seit ihr denn noch da? Kann ich in einer Viertelstunde mal kurz an den Stand kommen und so. Das ist dann echt immer total schön, und ist natürlich auch dann gleich wieder ein großer Wert für das Employer Branding. Was ich vielleicht noch erzählen kann dazu, fällt mir gerade ein, wir machen auch manchmal so Takeovers. Da gibt es Kollegen, wenn die auf Messe gehen, oder wenn die einen Partnertermin haben, wo wir den Kollegen unseren Instragram Account geben und sagen, hey erzählt doch einfach mal, was ihr da macht einen Tag lang, oder zwei, oder eine ganze Woche. Sowas finde ich auch immer total nett, dass man ein bisschen Einblick kriegt in die verschiedenen Abteilungen, die wir so haben.

Luisa: [00:25:24] Ja, definitiv. Dafür bieten sich ja die Stories bei Instagram, oder jetzt ja mittlerweile auch auf Facebook, auch eigentlich total an.

Lara: [00:25:30] Genau, ja.

Luisa: [00:25:32] Und, gerade im Social Marketing, ich meine die Zielgruppe ist dann relativ jung, und sind wahrscheinlich alle auf Social Media, dass wie du am Anfang schon gesagt hattest, dadurch dass du selber Instagram nutzt, fällt es dir auch leicht, das für den Arbeitgeber zu machen. So kann ich mir vorstellen, dass es auch für Hochschulabsolventen sehr leicht ist, über solche Kanäle mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Weil Sie sich ja gar nicht aus ihrer privaten Welt wirklich wegbewegen.

Lara: [00:25:55] Ja, absolut.

Luisa: [00:25:57] Lass uns nochmal einen Blick auf eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werfen. Mich würde nämlich mal interessieren, wie du sie dazu motivierst, auch wirklich immer laufend bei euren internen Maßnahmen mitzumachen?

Lara: [00:26:10] Also ich glaube, ganz wichtig ist, dass man immer etwas Neues ausprobiert. Das man immer wieder das Rad weiterspinnt, und nicht immer die gleichen Sachen verwendet. Also das würde ich sagen, ist so eines der Hauptgründe, was auch bei uns einfach so ist. Indem wir gesagt haben, zum Beispiel wir haben mit den Homestories angefangen, wir sind bei den Good-to-be-back Stories. Wir schauen einfach, hey, wer ist denn im Büro, wen können wir interviewen? Wie fühlt er sich im Büro, also einfach auch, oder Sachen, die man hat, abzuwandeln. Ich meine, zum Beispiel früher haben wir immer geschaut, okay keine Ahnung, vielleicht so ein Emoji-Tag, dass wir sagen, okay, es ist Emoji-Tag. Wie können wir damit etwas anfangen, in der Mitarbeiter-App? Können wir da einen Beitrag machen, was ist euer Lieblingsemoji, oder wie auch immer. Okay, ne, jetzt haben wir uns überlegt bei dem Stimmungsbarometer, was ich vorhin erzählt habe bei dem Bubble Listening, wenn man die Kollegen fragt, hey, wie geht es euch? Haben wir einfach mal gesagt, heute ist Welt-Emoji-Tag, was ist denn euer Lieblingsemoji?

Also so einfach ein bisschen die Sachen verbinden und immer wieder neue Formate sich auszudenken. Ich glaube aber auch, was man auch dazu sagen muss, und das war glaube ich auch vor meiner Zeit, man muss den Leuten auch sagen, wie unfassbar wichtig das Employer Branding für uns ist. Also ich glaube, die Laura war ja auch nicht umsonst immer auf irgendwelchen Abendevents, oder auch ich, also wenn Kollegen mir erzählen, du ich bin morgen bei dem und dem Partner, dann sage ich, du bitte schicke mir ein Foto, was ihr da cooles macht, wie auch immer. Oder was weiß ich, ich bin heute Abend auf einem After-Work-Event, schicke mir doch ein paar Fotos. Also das ist auch wichtig, dass man immer den Leuten sagt, schickt doch mal bitte ein Foto, denkt bitte daran, markiere uns, nimm, verwende den Hashtag, da ist auch viel Mundpropaganda dahinter.

Das ist das Eine, und das Andere ist, wir haben mittlerweile Kollegen, da wissen wir, auf die können wir zugehen. Also zum Beispiel ein Kollege, der hat eine Band, und dann haben wir zu dem gesagt, du, ganz ehrlich, magst du nicht einfach mal in dem “Ich mach blau Kanal” in der Bubble posten? Was ist denn eure Lieblingsband, ich habe heute mit unserer Band geprobt. Und er macht es halt einfach, weil er sagt, ja finde ich einfach eine gute Idee. Also, ich glaube, das eine ist, immer sich neue Sachen zu überlegen, und auch so seine Pappenheimer zu haben, so blöd das klingt, und auf die immer zuzugehen und zu sagen, hey hast du nicht Lust irgendwie, könnten wir und– Es gibt superviele Kollegen, die haben ja auch total Bock darauf, und machen das dann auch mit dir.

Luisa: [00:28:32] Ich denke nicht umsonst trendet ja auch gerade so der Corporate Influencer. Oder LinkedIn Influencer, wie auch immer. Das denke ich auch, ist total wichtig, so ein paar Schlüsselpersonen im Unternehmen zu identifizieren, die das auch weiterspinnen, und das es eben nicht nur HR ist, die die Inhalte macht und Leute dazu animiert mitzumachen.

Lara: [00:28:53] Ja genau, und das finde ich das ist auch dieses, das merkt man ja auch irgendwann, ja? Weil man hat ja oft den gleichen Stil, man verwendet ja auch die gleichen Emojis. Und wenn man einfach mal so jemanden anderen da mal hat der da einfach mal unterstützt, das ist super gut. Und was wir auch mal machen, wollen wir jetzt auch wieder in Corona verstärkt machen, wir haben früher mal so Gastbeiträge schreiben lassen in so einer App. Also einfach mal so eine Techie, sag du, erkläre uns doch mal, was du in dem Projekt machst. Natürlich versteht man vielleicht davon nicht wirklich alles, und wir haben das auch nicht überarbeitet, sondern wir haben das auch einfach so live genommen. Ich meine der Beitrag damals hatte glaube ich so 80 oder 100 Likes. Weil es einfach etwas Anderes ist, und man mal weiß so, an was der arbeitet.

Luisa: [00:29:37] Kurze Zwischenfrage, weil du sagst, 500 Personen sind in eurer App täglich drin. Wie viele Mitarbeiter habt ihr eigentlich insgesamt? Oder wie viele Nutzer der App gibt es?

Lara: [00:29:47] Also wir haben 1.000 Mitarbeiter, davon sind über 90% registriert. In Corona Höchstzeit hatten wir natürlich auch mehr 500 Aktive, aber ich würde jetzt sagen, roundabout sind es immer 500, mal mehr oder mal weniger. Jetzt ist es ja auch gerade Sommerzeit, da ist dann ein bisschen weniger los. Und das merkt man dann auch immer am Content, zu sagen “Heute ist einfach mal ein Tag, wo wir nicht spielen und das ist auch nicht schlimm, aber es ist jetzt einfach so, weil es ist Sommerpause,” und das merkt man dann halt auch einfach. Wir machen uns da nicht den Stress und sagen, dann ist vielleicht einfach ein Tag nichts gepostet und das ist auch in Ordnung, das darf man glaube ich auch nicht vergessen.

Luisa: [00:30:30] Das stimmt. Die Mitarbeiter-App scheint wirklich das zentrale Instrument bei euch zu sein. Welche anderen Instrumente verwendet ihr dann noch im Employer Branding, und überlegt ihr auch, also falls ihr sie nicht schon verwendet, auf ganz neue Formate oder Medien umzuschalten, wie zum Beispiel TikTok oder Twitch?

Lara: [00:30:50] Ich würde sagen, also Hauptkanäle sind klar Facebook, Instagram und Twitter, und LinkedIn wird jetzt immer mehr. Zu meiner Zeit, als ich angefangen habe, gab es nicht so einen Fokus, aber das ist jetzt auch unser Filterkanal. Und um ehrlich zu sein, wie sehen auch unsere Mitarbeiter-App als Kanal. Das ist immer nur intern, aber es ist für uns einfach auch mittlerweile ein sehr wichtiger Kanal geworden. Ich bin der Meinung, also wir wollen oder ich würde sehr gerne auf TikTok gehen, weil ich es auch selber sehr witzig finde, und da auch schon viele Unternehmen echt ganz coole Sachen machen, wenn man sich das anschaut. Twitch würde ich jetzt persönlich nicht sehen, weil ich finde immer noch, dass das ein bisschen was anderes hat mit diesem Streaming von Gaming-Leuten ist das irgendwie bei mir abgespeichert, aber…

Luisa: [00:31:41] Aber wird mittlerweile auch neu genutzt.

Lara: [00:31:43] Ja, also ich weiß und deswegen ist das ganz interessant, aber ich sehe uns da nicht, aber vielleicht in einem Jahr anders, aber aktuell würde ich eher sagen, dass wir echt sehr gerne auf TikTok gehen. Es gibt jetzt auch die neue Funktion bei Instagram “Reels,” da haben wir jetzt auch eins gedreht. Wir probieren schon immer mit dem Neuesten mitzugehen. Gerade auch, wie gesagt, bei TikTok finde ich, ist es superlustig mit diesen kleinen Videos, und die kann man dann auch irgendwie verwenden für relativ coole Sachen, also da sind wir schon dabei und haben das auf dem Schirm und wollten das jetzt mal angehen.

Luisa: [00:32:19] Cool, meinst du, dass es auch für euch ein Vorteil, dass ihr immer auf den neusten Formaten sein wollt oder die ausprobiert, dass ihr eben auch dadurch mehr potentielle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erreicht?

Lara: [00:32:34] Das glaube ich schon, ich finde halt, TikTok war ja am Anfang sehr für die jüngere Generation. Also ich habe eine Schwester, die ist 13, die ist da nur aktiv und es sind vielleicht unsere neuen Talente, ja, aber erst in ein paar Jahren würde ich sagen. Ich glaube es ist schon wichtig, dass man überall sichtbar ist, man muss sich immer die Zielgruppe genauer anschauen, finde ich. Und auf TikTok kann man bestimmt auch ältere Leute erreichen und vielleicht eine Youngster-Zielgruppe, aber deswegen haben wir uns das erstmal ein bisschen angeschaut. Ich finde man muss auch mal schauen, wie sich was entwickelt und dann kann man sagen, macht man oder macht man nicht. Unser Ziel ist nicht, da gibt es was neues, wir sind gleich dabei. Wir hatten auch einen Snapchat Acoount, den gibt es noch, aber da spielen wir auch nichts mehr drauf, ist einfach nicht mehr so. Wir waren schon oder sind immer oft überall dabei, aber man muss sich es auch ein bisschen anschauen, und wenn es dann nicht funktioniert, dann funktioniert es nicht.

Luisa: [00:33:39] Ja gut. TikTok zum Beispiel könnte man vielleicht für das Azubi-Marketing verwenden, da hat man eher noch ein paar Jüngere dabei.

Lara: [00:33:46] Genau, ja. Das ist auch ein bisschen unser Ziel. Wir haben auch Azubis, dass man dann zu denen sagt “Hey, wie sieht es denn aus, wollt ihr ein Video machen”, und so weiter. Wir hatten jetzt auch ein Azubine, die hat uns den Account eingerichtet und hat auch schon Ideen aufgestellt, und das finde ich auch gerade so schön bei Payback, dass man einfach mal auf die Leute zugehen kann und deren Meinung oder Rat fragen kann, so wie es gerade bei unserer Azubine, die voll in dem TikTok-Thema drinnen ist, wo du einfach sagen kannst “Mach einfach mal.” Dann gucken wir uns das an und ist auch schön, weil wir haben schon ein paar Vorschriften, aber wir müssen jetzt nicht immer alles hundertmal abstimmen, dass wir das einfach machen können.

Luisa: [00:34:28] Cool. Ja, wir sind schon fast am Ende angekommen, und zum Schluss würde ich dich gerne nach deinen Top-Tipps für ein erfolgreiches Employer Branding fragen. Also was sind deine Must-Haves oder vielleicht auch No-Gos, wenn es um gutes Employer Branding geht?

Lara: [00:34:43] Ich würde sagen, eigener Content ist King. Wie ich schon mal auch vorhin gesagt habe, am authentischsten ist es, wenn es von Kollegen kommt und nicht von uns selber, finde ich. Manchmal ist auch einfach, weniger ist mehr. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn man einfach mal ein Tag oder zwei, nichts postet. Das kann einfach passieren und ist deswegen einfach auch gut. Meine Kollegin sagt immer “Einfach machen”, wir wissen alle was die “Don’ts” sind, einfach machen und schauen was dabei rauskommt. Und ich finde das ist das Thema, dass es nicht einfach aussieht wie eine Marketingkampagne, weil dafür, glaube ich, ist das Employer Branding und die Arbeitgebersicht, nicht das Richtige. Wir müssen nicht eine Marketingkampagne sagen, sondern wir sind ein Arbeitgeber. Bei uns läuft das so und so, und deswegen finde ich da ist es einfach superwichtig, dass die Kollegen auch dahinter stehen. Nur weil ich bei HR bin und sagt “Das ist super,” heißt das vielleicht nicht, dass ein Kollege das so sieht und deswegen ist es besser, wenn der Kollege das selber sagt oder selber postet. Deswegen ist mein Schlusszitat “Eigener Content ist einfach King immer.”

Luisa: [00:36:02] Cool, ja definitv.

Lara: [00:36:05] Ja, also ich finde wirklich, dass es– Was Must-Haves vielleicht sind, also ich finde schon, dass es als Arbeitgeber sehr wichtig ist, dass man auf dem einen oder anderen Kanal sichtbar ist. Gerade auch LinkedIn finde ich auch ist in Corona sehr attraktiv geworden. Ich muss gestehen, ich habe es davor nicht so genutzt, aber jetzt auch mittlerweile, dass man da als Unternehmen einfach auch ein Auftritt hat und auch die Kollegen teilen, posten, und da man sich auch einfach ein Netzwerk aufbaut. Ich glaube, dass ist ein Must-Have mittlerweile. Aber sonst, also wirklich, ich finde das ganz wichtig, dass es so authentisch wie möglich ist und das man nicht hat, irgendwie erzählen die da was, was vielleicht auch gar nicht sein kann oder nicht so ist, das finde ich, ist dann immer relativ schade.

Luisa: [00:36:56] Ja, das sind doch gute Must-Haves, vielen Dank, dass du die mit uns geteilt hast. Generell, dass du uns in die Welt des Employer Brandings eingeführt hast und so viele tolle Beispiele von euch genannt hast. Ich glaube da können wir uns alle was von abschneiden.

Lara: [00:37:14] Freut mich.

Luisa: [00:37:15] Ja total.

Lara: [00:37:16] Aber ich muss dann immer nochmal sagen, es ist immer schön, wenn man was erzählt und klar, es gibt natürlich auch manchmal Sachen, die einfach nicht funktionieren. Das muss man vielleicht auch manchmal sagen, und das man einfach auch aus “Learnings” wirklich “Learnings” macht und sagt “Okay, jetzt müssen wir das andere, das nächste Mal anders machen.” Das sehen wir auch in der App regelmäßig, also Beiträge die laufen einfach nicht, dass man dann sagt “Okay, das müssen wir das nächste mal anders schreiben, besser formulieren, vielleicht verstehen die Leute nicht, was wir ihnen sagen wollen”, also das vielleicht auch noch zum Abschluss. Es ist nicht immer alles heile Welt und alles läuft, sondern man muss auch aus den Sachen, die nicht funktioniert haben ein “Learning” ziehen.

Luisa: [00:37:53] Ja, das ist total wichtig, dass du das sagst, dass man auch den Mut dann nicht verliert und sich davon nicht unterkriegen lässt, sondern einfach weitermacht. Dann hat das eben nicht so gut funktioniert, dann wird es aber etwas anderes geben, was funktionieren wird.

Lara [00:38:04] Ja, genau.

Luisa: [00:38:06] Cool. Ja vielen herzlichen Dank Lara, hat mir Spaß gemacht und danke für deinen Input.

Lara: [00:38:13] Ja, sehr gerne und vielen Dank für die Einladung.

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