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15 Recruiting-Trends, die Sie 2021 nutzen sollten

Dieses Jahr gab es viele Neuerungen im Bereich Recruitment, die auch Ihr Unternehmen voranbringen können. Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, gab es einen klaren Trend zu mehr Employer Branding, effizienteren Recruiting-Trends, einem besseren Kandidat*innen-Erlebnis (auch Candidate Journey genannt) und der Nutzung von Daten und künstlicher Intelligenz.

Und auch die Technologie für diese modernen Bewerbungsprozesse wird immer ausgefeilter. Sie können also erwarten, dass jeder dieser Trends dieses Jahr noch wichtiger wird.

Aber obwohl moderne Technologien den ganzen Recruitmentprozess so verändert haben, sollten Sie auch die traditionellen und erprobten Methoden nicht vernachlässigen. Moderne Recruiting-Trends sind eher eine zweite Ebene in der Gesamtstrategie.

Um sich auf 2021 einzustellen, haben wir eine Liste mit den Recruitment-Methoden zusammengestellt, von denen wir denken, dass sie so wichtig sind, dass Sie sie in Ihrem Arsenal haben sollten.

15 Recruiting-Trends im Überblick

  1. Sorgen Sie für eine attraktive Unternehmenskultur
  2. Stellen Sie interne Kandidat*innen ein
  3. Etablieren Sie ein Empfehlungsprogramm
  4. Optimieren Sie Ihre Interviews
  5. Nutzen Sie einen RPO
  6. Nutzen Sie datenbasiertes Recruitment
  7. Investieren Sie in KI
  8. Werden Sie mobil-freundlich
  9. Schaffen Sie ein starkes Employer Branding (Arbeitgeber*innen-Marke)
  10. Planen Sie Ihr Recruitmentmarketing strategisch
  11. Nutzen Sie Video-Screening Techniken
  12. Finden Sie ein passendes ATS
  13. Konzentrieren Sie sich auf passive Kandidat*innen
  14. Erstellen Sie zielgruppenorientierte Stellenbeschreibungen
  15. Testen Sie Guerilla-Recruitment

1. Sorgen Sie für eine Unternehmenskultur, die für gute Leute attraktiv ist

Zuallererst, und vielleicht auch am wichtigsten, ist diese traditionelle Recruitment-Technik: Investieren Sie in eine positive Unternehmenskultur, zu der Leute gehören wollen. Zeit und Ressourcen in die Anwerbung toller Leute zu investieren, ist sinnlos, wenn Ihre Unternehmenskultur dann die geweckten Erwartungen nicht erfüllt.

Obwohl die Unternehmenskultur nicht klassisch als “Recruitment-Technik” gedacht wird, ist eine starke Unternehmensidentität dennoch ein wichtiger Bestandteil jeder neuen Einstellung. Wenn Ihr Unternehmen schon eine starke Kultur hat, sollte sich diese auch schon im Bewerbungsprozess zeigen. Wenn das noch eher ein Schwachpunkt ist, überlegen Sie sich, wie Sie mit Leuten in Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten können, um diesen kritischen Punkt zu verbessern.

2. Stellen Sie interne Kandidat*innen ein

Eigentlich denkt man beim Recruitment an externe Kandidat*innen, aber manchmal sind die richtigen Leute für eine Position schon im Haus. Interne Kandidat*innen einzustellen kann eine wertvolle Recruitment-Strategie sein, denn diese Leute kennen bereits das Unternehmen, die Kultur und wissen, wie alles funktioniert.

Außerdem zeigt die Beförderung von internen Leuten auch anderen Mitarbeiter*innen, dass Ihrer Organisation ihr Wachstum und ihre Entwicklung am Herzen liegt. Ein starkes Weiterbildungsprogramm für die Entwicklung, Erfolgsplanung und den Aufstieg ist ein klarer Pluspunkt, der Mitarbeiter*innen und neuen Kandidat*innen zeigt, dass sie bei Ihnen eine Zukunft haben.

3. Etablieren Sie ein Empfehlungsprogramm

Empfehlungsprogramme für Mitarbeiter*innen sind eine häufige Recruitment-Technik in vielen Unternehmen und optimal, um die Industriekontakte Ihrer Kolleg*innen zu nutzen. Mit diesen Programmen können Mitarbeiter*innen bei der Besetzung freier Stelle helfen, indem sie qualifizierte Kandidat*innen empfehlen, für deren Fähigkeiten und Erfahrungen Ihre Mitarbeiter*innen garantieren können. So können Sie die Vorauswahl bei freien Stellen deutlich beschleunigen und Kandidat*innen-Pools nutzen, an die Sie sonst nicht herangekommen wären.

Ein Empfehlungsprogramm sollte Anreize und Belohnungen für erfolgreiche Bewerbungen enthalten. Üblicherweise stellt die Personalabteilung eine kurze Übersicht für den internen Gebrauch zusammen, in der erklärt wird, wie das Programm funktioniert, wie Mitarbeiter*innen profitieren können und wie man anfängt.

4. Überarbeiten Sie Ihre Interviews

Kandidat*innen zu interviewen ist die häufigste Methode bei Einstellungen, wird aber leider oft schlecht ausgeführt. Interviews sind so alltäglich, dass die meisten Personaler*innen sich kaum noch Gedanken über ihre Fragen machen. Wie jedoch viele moderne Recruiter*innen wissen, sind diese immer gleichen Fragen eher hinderlich, um Kandidat*innen wirklich kennenzulernen. Und es kommt auch nicht besonders gut bei Bewerber*innen an.

Wenn Sie es nicht schon gemacht haben, sollten Sie sich mal Ihre Interviews ansehen und sich folgende Fragen stellen: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kandidat*innen wirklich kennenzulernen? Stellen Sie die richtigen Fragen, um Ihre Entscheidung zu treffen? Passen Sie Ihre Fragen an jede Position an?

Wenn Sie diese Fragen mit “nein” beantworten mussten, wird es Zeit, Ihre Interviewstrategie zu überarbeiten.

5. Stellen Sie ein Unternehmen für Recruitment Process Outsourcing (RPO) ein

Natürlich sind die besten Recruitment-Methoden ideal, aber oftmals haben Unternehmen gar nicht die Ressourcen, diese durchgehend auf hohem Niveau durchzuführen. Wenn Sie bei einem kleineren Unternehmen arbeiten oder nicht genug Ressourcen haben, die besten Leute zu suchen, auszuwählen und einzustellen, besteht die Möglichkeit, dafür ein Unternehmen anzustellen, welches sich auf Recruitment Process Outsourcing (RPO) spezialisiert hat.

RPOs sind Unternehmen, die Sie auf Monats- oder Jahresbasis einstellen können, damit sie Ihren gesamten Bewerbungsprozess übernehmen. Traditionelle Vermittler*innen arbeiten typischerweise nur mit ihren eigenen Kandidat*innen, während RPOs mit Ihnen zusammenarbeiten und Ihre Kanäle nutzen, um die besten Bewerber*innen zu finden. Sie bieten eine komplette Recruitment-Strategie an sowie den ganzen Prozess einschließlich der Stellenbeschreibungen, Vorauswahl der Kandidat*innen, Zusammenarbeit mit den Teamleiter*innen und Verbesserung Ihrer Employer Brand. RPOs sind kosteneffizienter als Vermittler*innen, da sie keine Flatrates je nach Einstellungsgehalt berechnen und Sie auch ständig Zugang zu allen Kandidat*innen haben, selbst nachdem Ihr Vertrag mit einer RPO ausgelaufen ist.

6. Datenbasiertes Recruitment

Datenbasiertes Recruitment wird immer wichtiger bei der Umsetzung von smarten Strategien bei der Kandidat*innen-Suche und -Vorauswahl. Vor allem weil Unternehmen immer mehr auf verschiedene Technologie-Plattformen zurückgreifen, um ihren Recruitment-Prozess zu optimieren. Mit diesen Plattformen können Recruiter*innen die Daten der Kandidat*innen, Werbeplattformen, Screening-Verfahren, das Onboarding und auch das Talentmanagement sicher verwalten.

Unternehmen sollten deshalb Ideen entwickeln, wie sie mit datenbasierten Recruiting-Trends ihren Bewerbungsprozess anpassen, verbessern und optimieren können. Für Teams, die auch in der Zukunft flexibel sein wollen, ist das eine Top-Recruitment-Methode.

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7. Investieren Sie in Künstliche Intelligenz

Ebenso wie Daten wird auch von künstlicher Intelligenz (KI) erwartet, dass sie 2021 und in den folgenden Jahren immer wichtiger wird. Mit KI können Sie effizienter arbeiten, indem mühsame und sich wiederholende Tätigkeiten automatisiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Begutachtung von Anschreiben und Lebensläufen, um Kandidat*innen mit dem meisten Potential auszusortieren. Mit KI können auch alte Stellenbeschreibungen analysiert werden, um herauszufinden, wie man zukünftig möglichst effektiv schreibt.

Außerdem können Unternehmen KIs in Chatbots nutzen, um mit Kandidat*innen in Kontakt zu bleiben, Termine zu vereinbaren und um andere manuelle Aufgaben zu übernehmen. KI und Big Data haben zunehmende Bedeutung in der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf Recruiting-Trends werden sich dementsprechend noch weiterentwickeln.

8. Mobilfreundliche Recruitment-Strategie

Die meisten Millennials sind bereits auf dem Arbeitsmarkt und Generation Z wird bald folgen, daher sollte die Umsetzung einer mobilfreundlichen Recruitment-Strategie ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Die neuen Generationen erwarten, dass sie als Kandidat*innen auch mobil agieren können. Das fängt bei der Stellenausschreibung an, geht über das Bewerbungsportal und bis ganz zum Ende der Vorauswahl, Kandidat*innen sollten immer in der Lage sein, alles mit ihrem Mobilgerät zu erledigen. Zum Glück gibt es viele Webseiten und Recruitment-Apps auf dem Markt, die dabei helfen. Dies ist eine der unabdingbaren Recruiting-Trends dieses Jahres!

9. Starkes Employer Branding

Die zunehmende Popularität von Bewertungsseiten für Arbeitgeber*innen wie Glassdoor und die Tendenz sich vor jeder Bewerbung über den Ruf und die Unternehmenskultur zu informieren, macht ein starkes Employer Branding unerlässlich. Ihr Unternehmen sollte als spannender und großartiger Arbeitsplatz etabliert sein.

Das können Sie z.B. mit einem angepassten Karrierebereich, Mitarbeiter*innen-Aussagen, Profilen, einem aktiven Glassdoor-Profil oder Instagram-Seite, die zeigt, wie man bei Ihnen arbeitet, um mehr Einblicke zu gewährleisten. Indem Sie Ihre Arbeitgebermarke pflegen, zeigen Sie Kandidat*innen, warum sie für Sie arbeiten wollen, bevor sie überhaupt zum Interview kommen.

10. Strategisches Recruitment-Marketing

So wie die Employer Brand ist auch Recruitment-Marketing einer der Recruiting-Trends, um Ihr Unternehmen auf effiziente Art und Weise strategisch zu platzieren und zu bewerben. Recruitment-Marketing ist eine Reihe von Strategien, die Unternehmen nutzen, um mögliche Bewerber*innen schon vor den Ausschreibungen zu finden, anzusprechen und den Kontakt zu pflegen.

Klassisches Recruitment-Marketing umfasst die Erstellung von Zielgruppenprofilen, angepasste Inhalte und Werbematerialien, eine Karriereseite, Bewerbung von offenen Stellen, Social Media, Pflege von Talentpools sowie Datensammlungen. Zusammen genommen können diese Recruiting-Trends dabei helfen, einen größeren Pool zu haben, aus dem Sie offene Stellen besetzen können.

11. Bessere Videointerviews und Vorauswahl

Videointerviews sind wunderbar, um das Erlebnis für Kandidat*innen zu verbessern und geographische Hindernisse zu umgehen. Schließlich muss man nicht mehr jede*n Kandidat*in ins Büro einladen, da die Qualität von Videointerviews heute so gut ist.

Neben Videointerviews können Sie auch Kandidat*innen bitten, dass sie sich per Video vorstellen, ihren Lebenslauf einreichen oder Fragen zur Vorauswahl mit z.B. Videoantworten beantworten. So können Sie effizient ein Gefühl für Ihre Bewerber*innen bekommen und Leute auf der ganzen Welt in Betracht ziehen.

12. Investieren Sie in ein System zur Nachverfolgung von Kandidat*innen (ATS)

Systeme für die Nachverfolgung von Kandidat*innen (Applicant Tracking System – ATS) sind ein Must-Have für alle ernsthaften Recruitment-Strategien. Mit einem ATS erhalten Personaler*innen unzählige wichtige Informationen, die sie im ganzen Bewerbungsprozess einsetzen können.

Ihr ATS sollte eine zentrale Plattform sein, mit deren Hilfe Sie immer wieder Ihre Strategie und andere Programme anpassen können. Indem alle Daten der Bewerber*innen im ATS landen, können Personaler sie nicht nur schneller durch den Prozess führen, sondern auch Einsichten aus früheren Einstellungsprozessen für zukünftige nutzen.

Wenn Sie noch kein ATS haben, sollte das 2021 ganz oben auf Ihrer Liste stehen.

13. Konzentrieren Sie sich auf passive Kandidat*innen und Talent-Pipelines

Wie wir nun schon mehrmals gesagt haben, wird die Suche nach Top-Talenten, insbesondere für gefragte technische Positionen, dieses Jahr und in Zukunft eine Herausforderung sein. Um dagegen anzugehen, nutzen viele Personaler*innen passive Kandidat*innen, um zukünftige Vakanzen zu besetzen. Die Idee dahinter ist, aktiv mit qualifizierten Leuten in der Industrie zu sprechen, die eventuell mal daran interessiert sind, das Unternehmen zu wechseln.

Mit diesen Recruiting-Trends etablieren Sie einen konstanten Austausch mit potentiellen Kandidat*innen, die vielleicht mal mehr über Ihr Unternehmen erfahren wollen. Zum Glück können Sie mit Programmen wie einem ATS das einfach bewerkstelligen und bei einer günstigen Gelegenheit sind Sie bereit.

14. Entwickeln Sie offene Stellenbeschreibungen

Wenn Sie sich in letzter Zeit mal Jobbörsen näher angesehen haben, ist Ihnen vielleicht eine Zunahme bei den abstrakten oder offenen Stellenbeschreibungen aufgefallen. Das sind Anzeigen, die eher informell geschrieben sind und sich eher an bestimmte Persönlichkeiten richten als an spezifische Fähigkeiten oder Erfahrungen.

Mit dieser Recruitment-Technik ermuntern Sie Kandidat*innen, sich bei Ihnen zu bewerben, auch wenn sie vielleicht (noch) nicht alle Qualifikationen erfüllen. Oftmals haben Kandidat*innen die passende Persönlichkeit und die richtige Einstellung für eine Rolle, aber bewerben sich nicht, weil die angegebenen Bedingungen zu strikt sind. Mit offenen Stellenbeschreibungen stellen Sie sicher, dass diese Rohdiamanten nicht unentdeckt bleiben.

15. Testen Sie Ihr Guerilla-Recruitment

Und schließlich sollten Sie 2021 auch an Guerilla-Recruitment denken. Anders gesagt, überlegen Sie aus der Guerilla-Perspektive, mit welchen radikalen Ideen Sie mit qualifizierten Kandidat*innen in Kontakt kommen und sich besser präsentieren als Ihre Konkurrent*innen. Dazu gehört vielleicht die Suche nach Orten im echten Leben oder im Web, wo Ihre potentiellen Kandidat*innen sich gerne aufhalten, um dann dort für Ihr Unternehmen Werbung zu machen.

Recruitment-Strategieplan für die Zukunft

Seien Sie kreativ und denken Sie auch mal jenseits der altbekannten Pfade, wenn es um Ihre Recruiting-Trends geht. Schauen Sie kritisch auf Ihre Auswahlstrategien und den ganzen Bewerbungsprozess. Und schauen Sie sich auch im weiteren Feld um; innovative Recruiting-Trends könnten direkt vor Ihrer Nase sein. Ihren Konkurrent*innen eine Nasenlänge voraus zu sein, sichert Ihnen die besten Talente 2021!

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